After Earth – lustloses Science-Fiction-Abenteuer mit Will Smith

Das Cover von After EarthDer Film After Earth ist ein gewaltiges Katastrophen-Szenario, in dem Will Smith und sein Sohn Jaden Smith in den Hauptrollen zu sehen sind. Beide erleiden eine Bruchladung auf der Erde, die bereits vor 1.000 Jahren verlassen worden ist, und kämpfen hier ums Überleben. Die Kritiker vermuten hinter dem Streifen sogar gut gespielte Scientology-Propaganda. Ist an den Gerüchten aber wirklich etwas Wahres dran?
Daten & Fakten
  • Erscheinungsjahr: 2013
  • Spielzeit: 100 min
  • Altersfreigabe: FSK 12
  • Genre: Action, Adventure, Sci-Fi
  • IMDB: 4,9 / 10 (170.027)
  • Metascore: 33 / 100

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Handlung und Hintergrund zu After Earth

Die Menschheit hat die Erde bereits vor 1.000 Jahren verlassen aufgrund von schweren Katastrophen. Der Planet Nova Prime ist nun die neue Heimat, auf der es jedoch große Konflikte mit einer außerirdischen Spezies gibt. Genetisch zum Kampf erschaffen spüren sie die Menschen durch ihre Furcht auf. Also hat die Militärorganisation der Ranger eine Technik entwickelt, die Furcht aus dem Bewusstsein der Menschen zu verdrängen. General Cypher Raige ist Hauptperson in dem Film und kehrt nach langer Abwesenheit zu seiner Familie zurück. Hier will er sich hauptsächlich um seinen 13-jährigen Sohn Kitai kümmern, wobei sofort das gestörte Verhältnis zu spüren ist. Schließlich haben die beiden noch nicht viel Zeit miteinander verbracht. Außerdem gibt Kitai sich selbst die Schuld am Tod seiner älteren Schwester und will seinen Vater stets mit guten Leistungen in der Ranger-Ausbildung beeindrucken.

Bei einem einfachen Trainingsausflug gerät das Raumschiff mit Kitai und Cypher an Bord in einen Asteroidenschauer und wird stark beschädigt. Es muss auf dem nächsten Planeten eine Notlandung einlegen, der eigentlich gesperrt ist. Die komplette Crew kommt bei dem Absturz ums Leben. Nur die beiden Hauptdarsteller werden schwer verletzt. Der Sender für das Notsignal aus dem Raumschiff wurde jedoch zerstört. Also machen sich die beiden auf die Suche nach dem zweiten Notsender aus dem Heck des Raumschiffs. Es liegt etwa 100 km von ihnen entfernt und enthält ebenso einen zu Trainingszwecken eingesperrten Außerirdischen. Bald stellt sich heraus, dass es sich bei dem verlassenen Planeten um die Erde handelt. Kitai begibt sich allein auf die Suche nach dem Sender, begegnet vielen mutierten Tierarten und muss in einigen Kämpfen bestehen. Schließlich schafft er es zum Raumschiff und kann den Außerirdischen Ursa nur besiegen, indem er seine eigenen Ängste überwindet.

Der Film wurde in IMAX gedreht und brachte nicht die gewünschten Erfolge ein. Allerdings konnte er in 97 IMAX-Kinos in insgesamt 52 Ländern vorgeführt werden. Manche Zuschauer und Kritiker fühlten sich von der 4K-Auflüsung des Films sehr angetan. 2013 veröffentliche der Autor Peter David eine offizielle Roman-Adaption des Films und auch ein Hörbuch wurde auf den Markt gebracht. Die Produktion selbst verschluckte 130 Millionen US-Dollar. Eingespielt wurden aber weltweit über 240 Millionen US-Dollar. In den USA selbst blieb ein Erfolg aufgrund der schlechten Kritiken aus. Hier konnte der Streifen nur 60 Millionen erzielen.

Besetzung

RolleSchauspieler
Kitai RaigeJaden Smith
Cypher RaigeWill Smith
Faia RaigeSophie Okonedo
Sanshi RaigeZoe Kravitz
Commander VelanGlenn Morshower
SicherheitschefKristofer Hivju
Hesper PilotSacha Shawan
Hesper NavigatorChris Geere
Veteran RangerDiego Klattenhoff
Private McQuarrieDavid Denman
Running CadetLincoln Lewis

Trailer

Im folgenden Video haben wir den Trailer für dich. Mach dich auf spannende Szenen und beeindruckende Special Effects gefasst mit Vater und Sohn Smith in den Hauptrollen. Wie mag die Erde wohl ohne Menschen aussehen?

Kritik und Zuschauermeinungen

Die größte Kritik an After Earth erregte kurz nach der Veröffentlichung großes Aufsehen. Einige Medien warfen dem Film enorme Parallelen zu den Theorien von Scientology vor. Darunter zählt auch die Botschaft, man müsse seine Angst besiegen. Auch die Gefühlskontrolle und die Auflösung von traumatischen Ereignissen im Leben eines Menschen haben bei der Organisation eine große Bedeutung. Selbst die Szene, in der Kitai Raige vor einem aktiven Vulkan gezeigt wird, kann mit einem Bucheinband von Scientology in Verbindung gebracht werden. Will Smith grenzt sich klar von dieser Kritik ab, hat jedoch öfter schon für Scientology gespendet. Auch DIE WELT berichtet von den Parallelen. Doch wie wirkt der Film in anderer Hinsicht auf Kritiker und Zuschauer?

Im Grund handelt es sich um einen soliden Science-Fiction-Film. Spiegel ONLINE beschreibt den Streifen als lustlos und weniger sehenswert. Es dreht sich aber alles um den typischen Generationenkonflikt, der in diesem Film kaum verschleiert wird. Wie auch, wenn es keine anderen Nebenfiguren gibt. Zuschauer und Kritiker geben dem Film maximal 3 von 10 Sternen und beschreiben ihn als sehr schwach. Hinter packenden Science-Fiction-Szenen stehen lediglich verschiedene Erziehungsmaßnahmen. Es wird sich deshalb nie um einen wahren Klassiker handeln. Dennoch wirkt die Aufmachung spektakulär und viele Handlungsstränge sind sehr klug gewählt. Wirklich von anderen Science-Fiction-Filmen absetzen kann er sich jedoch nicht. Der Protagonist erlebt eine wahre Heldenreise, hat aber jegliche jugendliche Revolution verloren. Manche Zuschauer beschreiben den Anfang als recht mühselig, doch dann kommt der Film durch viele Szenen an Fahrt. Zu viel über die Geschichte und die Handlung sollte man aber nicht nachdenken. Wer seine Erwartungen etwas nach unten schraubt, wird sicher nicht enttäuscht werden. Fans sind sich einig: schlecht gespielt ist der Film nicht. Und auch die Verbindung zu Scientology ist für manche Zuschauer fraglich. Jeder sollte sich hier sein eigenes Urteil bilden.

Auszeichnungen

After Earth hat insgesamt 3 Auszeichnungen gewonnen und war fünfmal nominiert. Dazu zählen die Nominierungen für den MTV Movie Award in der Kategorie Summer‘s Biggest Teen Bad Ass Star für Jaden Smith. Außerdem war James Newton Howard als Film Composer of the Year im World Soundtrack Award nominiert. Gewonnen haben Will Smith und Jaden Smith die goldene Himbeere als schlechtester Schauspieler und Nebendarsteller sowie als schlechtestes Leinwandpaar. Nominiert war After Earth bei der goldenen Himbeere auch als schlechtester Film mit der schlechtesten Regie und dem schlechtesten Drehbuch.

Videos

Wir haben hier ein ganz besonderes Video für dich herausgesucht. Will Smith behauptet, dieses Interview ist sein größter Alptraum überhaupt bei der Promotion zum Film. Warum, seht ihr hier:

Natürlich darf auch Regisseur Shyamalan einige Worte zum Film sagen. Was waren seine Beweggründe und hat alles so funktioniert, wie er sich das vorgestellt hat?

Wer nicht genug vom Gespann Will Smith und seinem Sohn Jaden bekommen kann, sollte sich dieses Unscripted Video anschauen, in dem beiden sich selbst gegenseitig ein Interview geben.

Trivia / Sonstiges

  • Der ursprüngliche Name des Films war „1000 A.E.“. Allerdings gab es hier zu viel Verwechslung mit dem Werk Titan A.E., wobei die beiden Filme in keinem Zusammenhang miteinander stehen.
  • Der Regisseur verfilmte zuvor noch nie ein fremdes Drehbuch, weshalb er bei diesem Drehbuch vermutlich mitgewirkt hat. Die Idee zur Geschichte selbst stammt von Will Smith.
  • Will Smith ist kein offizielles Mitglied in Scientology, gilt aber als Sympathisant der kompletten Organisation.
  • After Earth wurde mit der neuen 4K-Technologie gedreht. Allerdings musste der Regisseur erst von den Vorteilen überzeugt werden. Es war der erste Film, den er mit dieser Digitaltechnik drehte. Das feuchte Klima am Set hätte jeder anderen Technik stark zugesetzt.
  • Will Smith stand für dieses Werk das zweite Mal mit seinem Sohn gemeinsam vor der Kamera nach dem Film „Das Streben nach Glück“.

Fazit

After Earth entführt dich in ein Überlebensszenario, bei dem der Generationskonflikt und die Beziehung zwischen Vater und Sohn im Mittelpunkt stehen. Will Smith und sein Sohn nehmen hier die beiden tragenden Rollen ein und überzeugen mit einer durchschnittlichen schauspielerischen Leistung. Schlecht umgesetzt ist der Film nicht, obwohl viele Zuschauer und Kritiker nicht wirklich begeistert sind. Von den Parallelen zu Scientology distanzieren sich sowohl Produzenten als auch Schauspieler. Die komplette Aufmachung und die Special Effekts können sich jedoch sehen lassen. Wer dem Film also die etwas flache Geschichte abnimmt und ein Vater-Sohn-Gespann auf der Leinwand sehen will, sollte After Earth nicht verpassen.

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