Everest – Expeditionsdrama nach wirklichen Begebenheiten

Everest CoverDer Film Everest ist ein packendes Drama über zwei Expeditionsteams und basiert auf einer wahren Begebenheit. Alles ereignete sich im Jahr 1996, als die zwei Teams nur ein Ziel vor Augen hatten: den höchsten Berg der Welt zu erklimmen. Die Ausrüstung stimmte und es waren selbst erfahrene Bergsteiger in den Gruppen dabei. Doch die Natur machte einen Strich durch die Rechnung. Die Bergsteiger wurden von einem Unwetter überrascht und das Vorhaben nimmt katastrophale Ausmaße.
Daten & Fakten
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Top-Themen: Handlung, Trailer, Interviews

Handlung und Hintergrund zu Everest

Rob Hall ist Unternehmer und bietet seit 1992 kommerzielle Gipfelbesteigungen auf dem Mount Everest an. Er selbst bezeichnet den Everest als gefährlichsten Ort der Erde und reist dennoch mit einer Gruppe von Amateuren zum Berg, die bei seinem Unternehmen eine Tour bis zum Gipfel gebucht hatten. Alle wollen das Abenteuer erleben und unter professioneller Führung den Gipfel erklimmen. Zu den Kunden gehören auch der Mediziner Beck Weathers aus Texas, die japanische Fed-Ex-Mitarbeiterin Yasuko Namba, Doug Hansen als Postangestellter und ein Reporter namens Jon Krakauer. Er will später über die Expedition berichten. Bereits die Vorbereitungen laufen mit ein paar Unstimmigkeiten und Problemen. Dennoch beginnt am 10. Mai 1996 für die Gruppe der Aufstieg. Staus sollen auf der Route vermieden werden, weswegen sich die Gruppe von Rob Hall mit der Gruppe des erfahrenen Bergsteigers Scott Fisher zusammentut. Zwischen beiden gibt es jedoch immer wieder Streitigkeiten.

Bis spätestens 14 Uhr soll der letzte Abstieg eingeleitet werden, um noch vor Sonnenuntergang im Lager IV zu sein. Allerdings verzögert sich schon der Aufstieg, da Sicherungsseile fehlen. Beck muss seinen Aufstieg aufgrund von Augenproblemen unterbrechen und soll allein zurückkehren, falls sich die Blindheit nicht bessert. Gruppenführer Rob Hall erreicht unterdessen den Aufstieg mit weiteren Bergsteigern wie Yasuko. Beim Abstieg kommt es immer wieder zu Problemen. Doug ist sichtlich erschöpft, will den Gipfel aber unbedingt noch erreichen. Daher lässt sich Rob Hall darauf ein, selbst lange nach der Umkehrzeit noch unterwegs zu sein. Ein Schneesturm setzt ein und alle Bergsteiger geraten in Gefahr. Während Rob und Doug nicht mehr rechtzeitig zurückkehren, wird eine kleine Gruppe vom Schneesturm eingeschlossen. Als sich das Wetter bessert, steigen fünf von ihnen ins Camp und lassen Beck und Yasuko zurück. Beck schafft es am nächsten Morgen mit schwersten Erfrierungen selbst ins Camp zurück. Yasuko ist bereits erfroren. Rob und Doug sterben ebenso.

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit und dem schrecklichen Unglück am Mount Everest, das in die Geschichte einging. Mehr als 30 Bergsteiger, darunter auch erfahrene Routenführer, wurden damals vom aufziehenden Unwetter überrascht. Acht von ihnen starben, wobei sich drei auf der Nordseite und fünf auf der Südseite befanden. Obwohl es immer wieder Opfer am Berg gibt, bleibt dieses Unglück im Gedächtnis und ging um die Welt. Die Überlebenden verfassten mehrere Bücher und auch deren Interviews dienten dem Regisseur als Grundlage. Ebenso stützt er sich auf die Dokumentation des Erlebnisses „In eisige Höhen. Das Drama am Mount Everest.“

Besetzung

RolleSchauspieler
Rob HallJason Clarke
Beck WeathersJosh Brolin
Doug HansenJohn Hawkes
Peach WeathersRobin Wright
Helen WiltonEmily Watson
Jan ArnoldKeira Knightley
Guy CotterSam Worthington
Scott FischerJake Gyllenhaal
Jon KrakauerMichael Kelly
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Trailer

Mit diesem Trailer bekommst du einen Blick auf den höchsten Berg der Erde und auf das Unglück, was sich im Jahr 1996 genau hier abgespielt hat. Eisige Winde, unglaubliche Höhe und tapfere Bergsteiger, die nur noch den Gipfel vor Augen haben:

Kritik und Zuschauermeinungen

Die Kritiken zum Film gehen weit auseinander. Die Zuschauer bewerten ihn mit etwa 7 von 10 Punkten und sind vor allem von der Bildgewalt und dem persönlichen Drama dahinter beeindruckt. Schließlich basiert der Film auf wahren Begebenheiten und erzeugt daher noch mehr Gänsehautmomente. Die Kritiker jedoch sind geteilter Meinung. Manche Zeitschriften kritisieren, der Film würde nur die harten Fakten der realen Katastrophe abklappern und im Detail aber nichts mit ihr zu tun haben. Es handle sich um Kino und nicht um einen Dokumentarfilm. Vor Schuldzuweisungen scheut sich der Regisseur mit seinem Film komplett. Immerhin werden nur die Bergsteiger in ihren Handlungen gezeigt, vollkommen ohne Wertung. Niemand verurteilt sie und niemand verherrlicht sie.

Ebenso wird kritisiert, dass es sich um einen klassischen Katastrophenfilm aus Hollywood handle. Es fanden zeitgleich auch indische, japanische und taiwanesische Führungen am Berg statt, die ebenso im Sturm gefangen waren. Sie werden komplett ausgeblendet. Kritiker und Zuschauer, die die wahre Geschichte kennen, waren meist etwas enttäuscht. Rob Hall beispielsweise wird als tragischer Held dargestellt, obwohl er einige schlimme Fehlentscheidungen getroffen hat, die schließlich den Tod mehrerer Menschen bedeuteten. Der Film thematisiert jedoch nur die wetterbedingten Umstände und lässt die menschlichen Entscheidungen komplett außen vor. Spiegel ONLINE beschreibt in der Kritik ein spektakuläres Kinoereignis, das sogar in 3D entworfen wurde und bei dem vor allem die menschlichen Schicksale im Vordergrund stehen.

Jon Krakauer beschreibt den Film gegenüber vielen Zeitungen als Blödsinn. Er wurde weder vom Regisseur, noch vom Schauspieler selbst kontaktiert für mehr Hintergrund zu seiner Rolle. So kommen Dialoge im Film vor, die es in Wirklichkeit nie gegeben haben soll. Der Regisseur wies sämtliche Kritik zurück. Er wollte ein emotionales Drama schaffen und nicht auf die korrekte Art und Weise eingehen, wie man einen Berg besteigen müsste.

Auszeichnungen

Der Film Everest hat lediglich die Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung erhalten mit dem Prädikat besonders wertvoll. Hier kommt es der Jury in ihrer Bewertung vor allem auf das dargestellte Überleben in der Natur an, da der Film nie zu kitschig oder überzogen wirkt. Im Gegenteil: er stelle die wahren Strapazen dar, die man bei der Besteigung des Mount Everest überwinden muss.

Videos – Schauspieler und Überlebende sprechen

In diesem Video sprechen Jason Clarke und Jake Gyllenhaal über den Film und ihre Figuren. Immerhin basiert der Film auf wahren Begebenheiten, die beide mit in ihre Arbeit einfließen ließen.

Willst du einmal am Set des Films dabei sein und dir die gut gelungenen Special Effects anschauen? Dann darfst du dieses Video nicht verpassen. Viele Dinge sind im Studio und vor grünem Hintergrund gedreht und wirken nach der Postproduktion absolut beeindruckend.

Auch Beck Weathers kommt in einem Interview selbst zu Wort. Er war Überlebender der Tragödie und nimmt in diesem Video Stellung zum Film, zu seiner Person und erklärt mehr Hintergründe zu den wahren Geschehnissen von 1996.

Trivia / Sonstiges

  • Im Film wurde auch der rührende Anruf von Rob Hall zu seiner Frau Jan Arnold in Neuseeland dargestellt. Hier sprach er mit seinen letzten Worten davon, seine Tochter Sarah zu nennen, was seine Frau ein paar Wochen später auch tat.
  • Während der Vorbereitung zu den Dreharbeiten starben 16 Menschen im Jahr 2014 am Mount Everest. Es handelte sich dabei hauptsächlich um Sherpas, die Vorräte für die nächste Bergsteiger-Saison nach oben bringen sollten.
  • Der Film wurde im Jahr 2015 veröffentlicht. Dieses Jahr war seit 1974 das zweite Jahr, in dem niemand den Berg erfolgreich bezwingend konnte.
  • Die Rolle von Rob Hall sollte zunächst von Christian Bale übernommen werden. Er wurde jedoch bei einem anderen Projekt verhindert.
  • Manche Szenen im Film wurden vom IMAX Film Everest – Gipfel ohne Gnade aus dem Jahr 1998 ausgeliehen.
  • Die Besetzung für den Film bestand aus fünf Schauspielern, die bereits für einen Oscar nominiert worden sind.
  • Keira Knightley hat all ihre Szenen in nur 6 Tagen fertig drehen können.

Fazit

Der Film Everest ist für jeden empfehlenswert, der sich für das Bergsteigen oder die packende Geschichte rings um das Unglück von 1996 interessiert. Die Szenen sind eindrucksvoll umgesetzt und mit vielen Naturaufnahmen möglichst realistisch dargestellt. So wird einem als Zuschauer überhaupt die Naturgewalt rund um den Berg bewusst. Die Figuren sind mit ihrem Emotionen und Handlungen realitätsnah angelegt, wenn es auch starke Kritiken gab. Schließlich verurteilt der Film keine Personen, sondern hangelt sich an den wahren Begebenheiten entlang. Vor allem auch das Zusammenspiel von Bild und Ton wird mehrfach gelobt und allein vom Zuschauen bekommt man wieder mehr Ehrfurcht vor der gnadenlosen Naturgewalt. Lass dich also mitreißen von einem gut gespielten Drama, das sehr nah an der Wahrheit inszeniert worden ist.

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