Ex Machina – futuristischer Thriller zwischen Mensch und Maschine

Ex Machina ist ein Science-Fiction-Thiller, bei dem es heiß zur Sache geht. Der Programmierer Caleb verliebt sich in eine künstlich geschaffene Frau und mit der Zeit scheint nicht mehr klar zu sein, wo überhaupt noch die Grenzen zwischen Mensch und Maschine liegen. Wie stark sind seine Gefühle wirklich und wie geht der Film mit dem Thema Sexualität um? Freue dich auf eine packende Darstellung in düsterer Umgebung.
Daten & Fakten
  • Erscheinungsjahr: 2014
  • Spielzeit: 108 min
  • Altersfreigabe: FSK 12
  • Genre: Drama, Mystery, Sci-Fi, Thriller
  • IMDB: 7.7 / 10 (363,439)
  • Metascore: 78 / 100

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Top-Themen: Handlung, Trailer, Interviews & Making-Of

Handlung und Hintergrund zu Ex Machina

Caleb ist ein junger Programmierer und für die beliebteste Suchmaschine Bluebook tätig. Ein firmeneigenes Gewinnspiel ermöglicht es ihm, den Firmengründer Nathan zu treffen, den er schon immer bewundert hatte. Per Helikopter fliegt er auf das umfassend elektronisch gesicherte Anwesen inmitten einer beeindruckenden Landschaft. Hier trifft Caleb auch auf die japanische Gesellschafterin Kyoko. Nathan zeigt ihm, dass er aktuell an einem Projekt zum Thema Künstliche Intelligenz arbeitet. Er bittet ihn um Mithilfe. Caleb soll dabei den weiblichen Androiden Ava verbessern und testen, ob ihr Denkvermögen mit den menschlichen Eindrücken mithalten kann. Natürlich geht er als ambitionierter Programmierer darauf ein und unterschreibt die Geheimhaltung.

Ava selbst befindet sich in einem eigenen Wohnbereich, dass durch Panzerglas abgeschirmt ist. Unter ständiger Beobachtung von Nathans Kamera beginnt Caleb mit seiner Forschung. Schnell baut er eine emotionale Beziehung zu Ava auf, die mit liebevoller und intelligenter Gesprächsführung überzeugt. Nach Abschluss der Testreihe soll jedoch eine Reprogrammierung stattfinden und sie würde quasi sterben. Caleb sieht das nur zu verhindern, indem er das Sicherheitssystem umgeht und mit ihr vom Anwesen flieht. Nathan gesteht: Caleb sei das eigentliche Versuchsobjekt gewesen. Er wollte testen, ob die künstliche Intelligenz Caleb so beeinflussen kann, dass er den Menschen hintergeht. Daher versucht Nathan Ava gewaltsam nach der Flucht abzuschalten – ohne Erfolg. Ava ist kühl und berechnend, die Caleb nur für ihre eigene Flucht benutzt hat. Dank Kyoko, die ebenfalls ein weiblicher Android ist, töten sie Nathan. Auch Kyoko kommt dabei ums Leben. Zum Schluss wird Caleb sicher in das Gebäude eingesperrt und Ava erfüllt sich ihren Traum vom Leben unter den Menschen.

Alex Garland gab mit dem Film Ex Machina sein Regiedebüt. Außerdem schrieb er auch das Drehbuch und adaptiert die antike Geschichte von Pygmalion und Galatee. Der Titel ist deshalb auch auf den lateinischen Ausspruch „Deus Ex Machina“ abgeleitet. Übersetzt bedeutet das soviel wie „Gott aus der Maschine“. In griechischen Tragödien handelte es sich meist um einen Schauspieler, der auf einer maschinellen Plattform nach unten gelassen wurde, um die Sorgen der Figuren zu lösen.

Besetzung

RolleSchauspieler
CalebDomhnall Gleeson
AvaAlicia Vikander
KyotoSonoya Mizuno
NathanOscar Isaac
BüromädchenChelsea Li
SekretärinEvie Wray
Helikopterpilot JayCorey Johnson
BüroleiterinDeborah Rosan

Trailer

Der Trailer entführt dich in eine abgeschiedene Region, in ein abgesichertes Haus und in eine komplett neue Forschung. Triff zum ersten Mal auf Ava und überzeuge dich selbst, was die künstliche Intelligenz noch vom Menschen unterscheidet.

Kritik und Zuschauermeinungen

Auffällig sind die überwiegend positiven Kritiken sowohl von Fans als auch von Experten. Im Durchschnitt hat der Film mehr als 8 Punkte von möglichen 10 Punkten bei verschiedenen Plattformen bekommen. In erster Linie begeistern natürlich Inszenierung und Special Effects. Der Film ist in seinem Look recht kühl und streng gehalten, was eindeutig zur Welt der Maschinen passt. Gepaart mit einer stilvollen Kameraarbeit ist für viele Kritiker ein wahres Meisterwerk entstanden. Alex Garland hat dabei viel Erfahrung in sein Drehbuch mit einbringen können. Allein der Kontrast zwischen der unglaublichen Naturkulisse und den kühlen technischen Räumen unterstützt die Geschichte zwischen Mensch und Maschine. Von Beginn an herrscht eine unheimliche Atmosphäre, die einen guten Spannungsbogen im ganzen Film halten kann. Natürlich kritisieren echte Fans des Genres einige vorhersehbare Aspekte und manche Experten sehen die Story zu wenig ausgenutzt. Hier hätte man wohl viel intensiver auf die Thematik eingehen können. So laufen manche Handlungen nur an der Oberfläche entlang.

Die ZEIT beschreibt vor allem Alicia Vikander als sehr gute Besetzung. Mit der Figur Ava überzeugt sie durch maschinelle Gestik und eine gewisse Erotik. Allerdings nimmt diese Erotik an manchen Stellen etwas Überhand. Vielmehr sollten Interaktion, Manipulation und Kontrolle zwischen Mensch und Maschine im Vordergrund stehen. Doch genau diese Beziehung zwischen den drei Hauptdarstellern bringt den Zuschauer richtig zum Nachdenken. Wer nur auf eine plätschernde Unterhaltung aus ist, sollte sich wenigstens an den Special Effects erfreuen können. Für alle anderen gibt es einen anspruchsvollen Thriller, der teilweise mit ganz schön hartem Tobak glänzt. Es gab für manche Kinogänger vielleicht weniger Action als erwartet, dafür werden viele philosophische Fragen gestellt. Allerdings braucht der Film nicht viel Action durch die ohnehin spannende Grundstimmung. Abgerundet wird das Werk von der richtigen Musik, hier sind sich die Kritiker einig.

Auszeichnungen

Der Film lief auf mehreren Festivals, bekam zahlreiche Nominierungen und ging mit einigen Titeln davon nach Hause. So erhielt er beim British Independent Film Award die Auszeichnung als bester Film mit der besten Regie, dem besten Drehbuch und den besten visuellen Effekten. Bei der Oscarverleihung 2016 gab es ebenso die Auszeichnung in der Kategorie für die besten visuellen Effekte. Für das Originaldrehbuch bekam Alex Galrand nur eine Nominierung bei den Oscars. Alicia Vikander wurde bei den Golden Globe Awards als beste Nebendarstellerin nominiert. Etwas schade finden viele Fans, dass Ex Machina bei den British Academy Film Awards (das britische Gegenstück zu den Oscars) zwar insgesamt fünf Nominierungen erhielt, aber nie eine Auszeichnung mitnehmen konnte.

Interviews und Making-Of

Zunächst spricht Regisseur Alex Garland über die Entstehung der Idee und seine Hintergründe zum Film. Wie lange hat er an dem Film gearbeitet und was waren die eigentlichen Voraussetzungen? Das erfährst du in diesem Interview:

Die Hauptdarsteller Alicia Vikander und Domhnall Gleeson beschreiben ihre Rollen in diesem Interview selbst. Was war das Besondere an der Darstellung der Personen und was genau halten die beiden vom Thema Mensch und Maschine?

Willst du einen Blick hinter die Kulisse werfen beziehungsweise die grandiosen Special Effects in ihrer Entstehung betrachten? Dann darfst du dieses Video mit dem Test-Footage von Ava nicht verpassen:

Trivia / Sonstiges

  • Das Budget für den Film lag bei etwa 11 Millionen Euro. Insgesamt hat er etwa 21 Millionen US Dollar eingespielt in den ersten Monaten.
  • Die Drehorte waren in Norwegen und in London. Die Studioaufnahmen fanden in den Pinewood Studios Iver Heath statt.
  • Felicity Jones (Die Entdeckung der Unendlichkeit) war zuerst für die Rolle der Ava vorgesehen. Letztlich ging die schöne Roboterfrau jedoch an die Schwedin Alicia Vikander.
  • 2016 veröffentliche das Digital Playground Studio eine Pornoparodie auf den Film mit dem Titel „Sex Machina“.
  • Die Hauptcharaktere haben alle biblische Namen.
  • Regisseur Alex Garland beschreibt seinen Film selbst als „ten minutes from now“. Das heißt, die Menschheit ist kurz davor, wirklich solche intelligenten Computer zu schaffen. Passiert das allerdings, wäre man dennoch überrascht.
  • Für Alicia Vikander ist es nach eigener Aussage bis heute der beste Film, in dem sie jemals mitspielen durfte. Obwohl sie Schwedin ist, wurde der Film niemals in schwedischen Kinos gezeigt. Angeblich hätte der Film zu wenig Potenzial dafür gehabt.

Fazit

Ex Machina bietet dir nicht nur ein spannendes Drehbuch. Der Film reißt dich von Anfang an in eine ganz eigene Welt mit. Die Stimmung ist düster und kalt und plötzlich triffst du auf künstliche Intelligenz. Dabei ist es die großartige schauspielerische Leistung der Hautdarsteller, die das ganze Szenario noch authentischer wirken lässt. Der Regisseur stellt dabei viele philosophische Fragen, die zum Nachdenken anregen. Kritiker sind sich einig: Garland hat ein sehr starkes Kinodebüt auf die Leinwand gebracht mit einem packenden und stilvollen Drehbuch. Für manche Kinogänger könnte es zwar weniger um das Thema Sex gehen, aber die technischen Effekte überzeugen. Der Film ist nicht nur Unterhaltung, er ist ein wahres Erlebnis in einer ganz eigenen Dimension des Denkens.

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