In Time – Zeit ist die wichtigste Währung

In Time CoverStell dir eine Welt vor, in der man mit 25 Jahren nicht mehr altert und nur noch 365 Tage zum Leben hat. Zusätzliche Lebenszeit kann nur erarbeitet werden und Einkäufe bezahlt man mit Zeit statt mit Geld. Gerade in der Zone der Armen startet deshalb täglich der Kampf ums Überleben, während die Reichen Zeit im Überfluss haben. Hauptdarsteller Will ist förmlich zwischen beiden Welten gefangen und steht auf dem Radar der Zeitwächter, als er eines Tages mehr als 100 Jahre Lebenszeit von einem Fremden geschenkt bekommt.
Daten & Fakten
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Top-Themen: Handlung, Trailer, Interviews

Handlung und Hintergrund zu In Time

In Time spielt in einer Zukunft mit einer neuen Art Wirtschaftssystem. Geld wurde abgeschafft und durch Lebenszeit ersetzt, denn jeder Mensch wird nur 25 Jahre alt. Danach beginnt der Kampf ums Überleben. Um eine Überbevölkerung der Erde zu verhindern, bleibt jedem Menschen nur ein Jahr Lebenszeit übrig, die auf einem implantierten Countdown auf dem Unterarm abläuft. Diese Zeit lässt sich wie normale Währung verdienen, tauschen, stehlen oder verschenken. Sobald die Uhr auf Null steht, stirbt der Mensch sofort. Während sich die Armen um Protagonist Will Salas täglich um jede Minute schlagen, leben die Reichen so gut wie ewig. Daher wurde die Welt in unterschiedliche Zeitzonen aufgeteilt, je nach sozialer Schicht. Will lebt mit seiner Mutter in der Zone der Armen. Eines Tages bekommt er 116 Jahre von einem Fremden geschenkt mit dem Hintergrundwissen, dass die Reichen der Grund für die Armut sind. Er beschließt nach dem Tod seiner Mutter, dieser Aussage näher auf den Grund zu gehen und gelangt durch einige Zeitzonen. Hier lernt er den Finanzmogul Philippe und seine Tochter Sylvia  kennen und gewinnt beim Pokern nochmals 1100 Jahre von ihm.

Inzwischen ist er aber ins Visier der Timekeeper gelangt, eine Art Polizei in diesem System. Raymond Leon unterstellt Will, er habe die Zeit gestohlen und den Fremden getötet. Er bekommt seine Zeit bis auf zwei Stunden genommen und flieht mit Sylvia zurück nach Dayton.  Sie werden ein Paar und beginnen, Banken zu überfallen und die Zeitkapseln an die Armen zu verteilen. So bringen sie das komplette Herrschaftssystem ins Wanken. Allerdings erkennen sie auch, dass sie das Establishment nicht so einfach stürzen können. Somit überwältigen sie Sylvias Vater selbst und gelangen an eine Zeitkapsel mit einer Million Jahre. Unter den Armen verteilt haben diese nun genug Zeit, um den Übergang zu bezahlen und in die nächste Zeitzone zu gelangen. Die Arbeit in den Fabriken steht still und mehrere Tausend Menschen machen sich auf den Weg zu den Reichen. Die Timekeeper können sie nicht mehr aufhalten und Will und Sylvia sind in der letzten Szene dabei, erneut eine Bank zu überfallen.

Der Film „In Time“ nutzt das Prinzip der verschiedenen Klassen. Andrew Niccol schafft dabei eine beängstigende Zukunft, wie er es schon in Gattaca 1997 getan hat. Derart geschlossene Gesellschaftsschichten, die nach unfairen Regeln funktionieren, gehören zu den Lieblingsthemen des Regisseurs. Das Budget der Produktion liegt bei 40 Millionen US-Dollar. Insgesamt spielte der Film mehr als 173 Millionen US-Dollar an den Kassen ein. Es handelt sich außerdem um den ersten digital gedrehten Film des Oscar-nominierten Kameramanns Roger Deakins.

Besetzung

RolleSchauspieler
Will SalasJustin Timerblake
Sylvia WeisAmanda Seyfried
Ramond LeonCillian Murphy
Philippe WeisVincent Katheiser
Rachel SalasOlivia Wilde
Henry HamiltonMatthew Bomer
FortisAlex Pettyfer
BorelJohnny Galecki
JaegerCollins Pennie
KorsToby Hemingway
KolberBrendan Miller
GretaYaya DaCosta
MayaShyloh Oostwald

Trailer

Willst du ein erstes Mal in die recht düstere Zukunft der Menschheit blicken? Dann schau dir den packenden Trailer des Sci-Fi-Thrillers an. Justin Timerblake und Amandy Seyfried nehmen beeindruckende Hauptrollen ein und bringen das komplette System durcheinander.

Kritik und Zuschauermeinungen

Vor allem die recht düstere und abstruse Ausgangssituation wird von Zuschauern und Kritikern gleichermaßen gelobt. Man muss sich auf das Szenario einlassen können, dann wird man viel Spaß mit diesem Film haben. Das Konzept und die Idee dahinter sind sehr interessant und gut umgesetzt. Daneben gibt es viele gut gewählte Schauspieler in den Rollen zu sehen. Kritisiert wird jedoch die Beziehung zwischen Will und Sylvia. Obwohl die beiden zusammen agieren und ein Paar werden, knistert es nicht wirklich zwischen den Rollen. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auch mehr auf den Actionszenen. Sie sind mitreißend und werden durch viele Rennszenen gestützt. Oftmals wirken sie etwas zu schnell, passen jedoch zur Hintergrundgeschichte des Films. Der Nachteil dabei: wirkliche Höhepunkte in Sachen Action gibt es nicht. Der Film bringt genug Actionszenen mit sich, die jedoch nicht wirklich überzeugen oder begeistern. Statt ein wirklich großer Film nach Gattaca zu werden, handelt es sich bei diesem Werk eher um durchschnittliche Unterhaltung, wie Zuschauer und Kritiker bewerten. Daher bekommt er meist nur 6,5 von 10 möglichen Punkten. Alle sind sich einig: man hätte deutlich mehr aus der Geschichte und der Idee machen können. Selbst der Focus beschreibt in seiner Kritik, dass die Story nur an der Oberfläche bleibt und nicht zu stark ins Detail geht. Ähnlich sehen es die Kritiker der ZEIT und von SPIEGEL ONLINE.

Dennoch ist und bleibt „In Time“ ein Science-Fiction-Spektakel mit schnellen Szenen und einer guten schauspielerischen Leistung. Den Übertrag auf die aktuelle Gesellschaft lässt der Regisseur jedoch etwas außen vor. Viele Zuschauer meinen, er hätte es deutlich kritischer darstellen können. Im Grunde gibt die Story also viel mehr her, als der recht flache Plot letztlich übermittelt.

Auszeichnungen

Der Film „In Time“ bekam keine weiteren Auszeichnungen. Er kann sich lediglich auf den durchwachsenen Kritiken ausruhen.

Interviews

In diesem Video erklärt Justin Timberlake als Hauptdarsteller, wie er das Drehbuch aufgenommen hat und was er selbst von der Geschichte hält. Außerdem spricht er mehr über seine Rolle im Film.

Amanda Seyfried und Cillian Murphy sprechen in diesem Interview ebenso über ihre Rollen im Film und wie sie es schaffen, so jung und gut auszusehen. Daneben geben sie einen Einblick in die Arbeit und die Person des Regisseurs.

Trivia / Sonstiges

  • Fast alle Rollennamen im Film wurden von Uhrenmarken oder Uhrmachern abgeleitet, wie beispielsweise Bell & Ross, Ernest Borel oder Hamilton.
  • Der Autor Harlan Ellison hat die Produzenten verklagt mit der Anschuldigung, sie hätten die Geschichte des Films von einer seiner Kurzgeschichten aus den 60er Jahren gestohlen.
  • Der Film spielt im Jahr 2169.
  • Obwohl alle Menschen mit 25 Jahren aufhören zu altern, sind die Schauspieler in Wirklichkeit schon Ende 20 oder Anfang 30. Nur Amanda Seyfried war wirklich 25 Jahre alt während der Dreharbeiten zum Film.
  • Olivia Wilde spielt im Film die Mutter von Will Salas (Justin Timberlake) Der Schauspieler ist in Wirklichkeit 3 Jahre älter als sie.
  • In keinem anderen Film gibt es so viel Gerenne außer in Lola rennt und in Forrest Gump.
  • Der Busfahrer, der zu Beginn des Films Rachel Salas die Fahrt verweigert, wird später von Will dazu gebracht, ihm und Sylvia eine Mitfahrgelegenheit zu bieten.

Fazit

Der Film „In Time“ ist mit guten Schauspielern und einer grandiosen Idee ausgestattet. Leider wird genau diese Idee nicht bis zu Ende gesponnen und geht nicht tief genug. Was also Regisseur Andrew Niccol etwas aus den Augen verliert, ist seine eigentliche erzählerische Raffinesse. Statt gesellschaftskritisch zu werden, ist der Film lediglich ein Unterhaltungskino mit einem recht flachen Plot. Dennoch kannst du dich auf rasante Szenen und genug Action freuen. Die Protagonisten übernehmen ihre Rolle gut, obgleich sie zusammen nicht immer harmonieren. Außerdem stolpert man hin und wieder über den Punkt der Logik. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt jedoch einen guten Actionfilm geliefert mit einem spannenden Szenario aus einer sehr düsteren Zukunft.

Weiterführende Links

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