Starbuck – ein Taugenichts wird mehrfacher Vater

Starbuck - CoverDavid ist ein gewöhnlicher Mann mit einer mehr oder weniger funktionierenden Beziehung. Als seine Freundin schwanger wird, kommt seine Vergangenheit in geballter Menge zum Vorschein. Ehemals als Samenspender unter dem Synonym Starbuck soll er nun schon über 533 Kinder haben. Etwa ein Drittel davon ist überzeugt, den eigenen Vater kennenzulernen. Doch wie gehen die beiden mit diesen Nachrichten um? Ist er vielleicht doch der geborene Vater?
Daten & Fakten
  • Erscheinungsjahr: 2011
  • Spielzeit: 109 min
  • Altersfreigabe: FSK 12
  • Genre: Comedy, Drama, Romance
  • IMDB: 7.3 / 10 (14,497)
  • Metascore: 49 / 100

Starbuck DVD, Blu-ray & Amazon Video Stream

Top-Themen: Handlung, Trailer, Interviews

Handlung und Hintergrund zu Starbuck

Die Hauptrolle im Film übernimmt eine Figur namens David Wozniak. Er ist 42 Jahre alt und hat in seinem Leben bisher nicht viel erreicht. Als Taugenichts und Versager ist er letztlich zum Lieferwagenfahrer in der Metzgerei seines Vaters geworden. Mit einer kleinen Plantage aus Hanf will er sich nebenbei Geld verdienen, was ihm jedoch auch nicht gelingt. Wenigstens führt er eine gute Beziehung mit Valérie, die eines Tages von ihrer Schwangerschaft erfährt. Wozniak selbst bekommt unterdessen ein Schreiben von einem fremden Anwalt. Angeblich soll er 533 Kinder haben. Grund sind seine vielen Spermaspenden in jungen Jahren, weil er Geld brauchte. Unter dem Pseudonym Starbuck sind die Samenspenden an viele Frauen gegeben worden und 142 seiner Kinder wollen ihn nun kennenlernen. Sie streben eine Sammelklage gegen ihn an, um die wahre Identität von Starbuck zu erfahren.

Dieses eine Mal scheint David jedoch Glück zu haben. Auch sein bester Freund ist Anwalt und übernimmt den Fall. Er soll die Klage zurückweisen lassen, was sich nicht als besonders einfach zeigt. Im Rechtsstreit selbst trifft er zum ersten Mal auf seine Kinder und muss sich mit ihnen auseinandersetzen. Je mehr er die Jungen und Mädchen kennenlernt, desto mehr Vatergefühle scheinen sich bei ihm zu regen.

Der Film Starbuck ist bereits mehrfach ausgezeichnet und kann einige Neuverfilmungen vorweisen. So gibt es beispielsweise eine Version für Bollywood, eine amerikanische Version und auch eine deutsche TV-Produktion, die alle auf diesem Ausgangsfilm beruhen.

Besetzung

RolleSchauspieler
David Wozniak / StarbuckPatrick Huard
ValérieJulie Le Breton
JulieSarah-Jeanne Labrosse
AvocatAntoine Bertrand
Sohn 1Dominic Philie
Sohn 2Marc Bélanger

Trailer

Hier haben wir den Trailer zu Starbuck für dich. Wirf einen ersten Blick in das Leben von David Wozniak und sei gespannt, wie er aus diesem Schlamassel wieder rauskommen will:

Kritik und Zuschauermeinungen

Zugegeben ist die Ausgangssituation des Films nicht wirklich realistisch und dennoch sehr witzig inszeniert. Der Film bekommt dadurch einen besonderen Charme und auch die Hauptdarsteller lassen die Realität etwas in den Hintergrund treten. Normalerweise hätten die Kinder durch die Verschwiegenheitspflicht der Samenbank nie einen Namen erfahren dürfen. Generell wirken auch die Konflikte von David etwas konventionell und die Figur seines besten Freundes ist zunächst mehr als fragwürdig. Der Humor rückt aber wieder viele Stellen zurecht. Es ist spannend mit anzusehen, wie David langsam sein Leben wieder in die Hand nimmt und endlich mal etwas auf die Reihe bekommt. Sowohl Zuschauer als auch Kritiker sind sich hier einig. Die Bewertungen zum Film waren deshalb überwiegend positiv.

Die ZEIT beschreibt die Handlung zwar als sehr vorhersehbar aber dennoch kurzweilig. Der Film bekommt einen hohen Unterhaltungswert zugesprochen. Außerdem sorgt die Erzählung in einzelnen Episoden für Abwechslung im Film, so die filmstars Kritik. Hier bekam das Werk 3 von 5 möglichen Punkten. Kinogänger loben vor allem die Herz bewegenden Momente. Dabei bleibt Regisseur Ken Scott vergleichsweise nüchtern. Während andere Filme stark mit Musik auf die Tränendrüse drücken, zeigt sich Starbuck recht zurückhaltend und verzichtet sogar manchmal auf den Musikeinsatz. Mit dieser Zurückhaltung in genau den richtigen Momenten kann das Werk begeistern.

Auszeichnungen

Starbuck ist eine kanadische Komödie mit mehrfacher Auszeichnung. Der erste Festivalauftritt fand im Jahr 2011 auf dem Toronto International Film Festival statt. Auf dem Festival in Vancouver erhielt der Regisseur Ken Scott sogar einen Preis für den populärsten Film in Kanada. Auch viele Publikumspreise nennt der Streifen sein Eigen.

Regisseur und Hauptdarsteller im Interview

Hier gibt es ein exklusives Interview mit Patrick Huard und Julie LeBreton auf dem Filmfest in München aus dem Jahr 2012. Sie sprechen über ihre Rollen, die Idee zum Film und über besondere Begebenheiten am Set.

In diesem Video bekommt ihr ein Interview mit Patrick Huard und Regisseur Ken Scott, die mehr über einzelne Szenen im Film erzählen und über die witzigen Momente, die vermittelt werden.

Trivia / Sonstiges

  • Es gibt einen Nachfolger zu diesem Film namens Delivery Man aus dem Jahr 2013. Beide wurden von Regisseur Ken Scott gedreht. Delivery Man ist die englische Version des Films mit Vince Vaughn und Cobie Smulders in den Hauptrollen.
  • Die Filmrechte wurden verkauft, sodass es auch eine Bollywoodversion von Starbuck gibt. Dieser Film nennt sich Vicky Donor und ist von Regisseur Shoojit Sircar gedreht.
  • In den deutschen Kinos ist der Nachfolger 2013 veröffentlicht worden unter dem Titel „Der Lieferheld – unverhofft kommt oft“.
  • Es gibt auch eine französische Version des Films mit dem Titel Fonzy aus dem Jahr 2013. Ebenso existiert eine deutsche TV-Version mit dem Namen Super-Dad, die von Jan Markus Linhof als Regisseur produziert worden ist.
  • In Kanada gab es einen Bullen namens Starbuck. Er ist bekannt dadurch geworden. Sehr viele Kälbchen gezeugt zu haben und war quasi das Vorbild zur Filmgeschichte.

Fazit

Starbuck ist ein witziger, wenn auch recht unrealistischer Film. Die gute Leistung der Hauptdarsteller und der komplette Charme des Films reißen die etwas unrealistische Handlung jedoch wieder raus. Sowohl Kritiker als auch Kinogänger sind positiv beeindruckt. Teilweise ist es sogar die etwas ruhigere Machart, die ihn so gut wirken lässt. Regisseur Ken Scott setzt dabei nicht immer auf Musik, sondern lässt viel die eigenen Bilder sprechen. Die witzigen Szenen und eine ganz besondere Art von Comedy machen Starbuck deshalb so besonders. Was würdest du mit 142 Kindern tun? Es ist lustig mit anzusehen, wie Hauptrolle David allein durch seine Kinder langsam immer erwachsener wird. Freue dich auf einen überzeugenden Vater, der eigentlich keiner sein wollte.

Weiterführende Links

Inhaltsverzeichnis

nach oben